Belehrung für die Oberstufe
zur Absicherung eines gesetzeskonformen Verlaufs der Einführungs- und Qualifikationsphase

  • Ist ein Fehlen des Schülers(1) im Unterricht vorhersehbar, so hat er sich vorher die Freistellung vom Fachlehrer einzuholen, ansonsten werden bei Tests oder Klausuren in dieser Stunde die Note 6 bzw. 0 Punkte erteilt. Eine nachträgliche Anerkennung des Fehlgrundes ist nicht möglich.

  • Für Beurlaubungen und Entschuldigungen ist immer der entsprechende Vordruck zu verwenden.

  • Ein entschuldbares Fernbleiben vom Unterricht liegt vor, wenn
    • ein entsprechender Antrag auf Freistellung durch Eltern oder volljährige Schüler rechtzeitig gestellt und anschließend durch Fachlehrer, Klassenlehrer/Tutor oder die Schulleitung genehmigt worden ist (stundenweises Fernbleiben ⇒ Antrag an den jeweiligen Fachlehrer; tageweises Fernbleiben bis zu zwei Tagen ⇒ Antrag an den Klassenlehrer/Tutor, darüber hinaus an die Schulleitung) oder
    • ein Fernbleiben aus wichtigem, nachvollziehbarem Grunde (Krankheit, Unwetter, höhere Gewalt usw.) nachträglich durch Fachlehrer, Klassenlehrer/Tutor oder Schulleitung entschuldigt worden ist.
    • Ein grundsätzliches Recht des Schülers auf eine nachträgliche Entschuldigung besteht nicht. Die Entscheidung über eine eventuelle nachträgliche Entschuldigung erfolgt nach Ermessen und nach Prüfung der vorgebrachten Entschuldigungsgründe durch denjenigen, der die Entschuldigung auszusprechen hat.
    • Anträge auf Freistellung unmittelbar vor und nach den Schulferien sind grundsätzlich von der Schulleitung zu genehmigen.
  • Beurlaubungen für Tage, an denen Klausuren geschrieben werden, sind in der Regel nicht möglich. Für Fahrstunden der Führerscheinausbildung kann in der Regel keine Beurlaubung ausgesprochen werden.

  • Fehlt ein Schüler in einem Fach vorhersehbar, obwohl der Fachlehrer die Genehmigung begründet verweigert hat, muss er bei Notengebung ebenfalls mit der Note 6 bzw. 0 Punkten rechnen.

  • Fehlt ein Schüler durch Krankheit, ist am ersten Tag bis 7.30 Uhr eine Abmeldung durch die Erziehungsberechtigten / durch den volljährigen Schüler notwendig. Der Schüler hat innerhalb von drei Werktagen, nachdem er wieder in der Schule ist, beim Fachlehrer den Grund für die Abwesenheit nachzuweisen (Bescheinigung der Eltern; volljährige Schüler durch Vordruck bzw. Krankenschein ab dem dritten Fehltag). Ansonsten gilt dieses Fehlen als unentschuldigt und der Schüler erhält, bei in dieser Stunde geschriebenen Tests oder Klausuren, die Note 6 bzw. 0 Punkte.

  • Bei Erkrankung im Verlauf des Schultages ist eine Abmeldung im Sekretariat und beim Fachlehrer notwendig. Über das Sekretariat werden bei nicht volljährigen Schülern die Eltern informiert.

  • Fehlt ein Schüler durch eigenes Verschulden bei einem Test oder einer Klausur, kann er eine Wiederholung nicht zwingend verlangen und muss u. U. mit einer Bewertung mit der Note 6 bzw. 0 Punkten für diese Arbeit rechnen.

  • Fehlt ein Schüler entschuldigt bei einem Test oder einer Klausur, so hat er sich selbstständig und umgehend, nachdem er wieder in der Schule ist, beim Fachlehrer um einen Nachschreibetermin zu kümmern. Dabei ist das Formular „Antrag auf Erbringung einer Ersatzleistung“ zu benutzen. Für die Fehlzeit bei einer Klausur ist ein ärztliches Attest vorzulegen.

  • Versäumter Lehrstoff ist eigenverantwortlich nachzuholen und der Fachlehrer ggf. zu konsultieren. Mitschülern darf dadurch (z. B. durch Hefter-Ausleihe) kein Nachteil entstehen.

  • § 56/4 Schulgesetz regelt die mögliche Entlassung eines Schülers bei mindestens zehn unentschuldigten Fehlstunden innerhalb von vier Wochen oder wenn durch seine wiederholte unentschuldigte Abwesenheit bei Klassenarbeiten in mindestens zwei Unterrichtsfächern keine Möglichkeit besteht, die schriftli-chen Leistungen zu bewerten.

  • Klausuren in Klasse 11 und 12 sind innerhalb einer Woche unterschrieben zurückzugeben. Sollte eine Klausur vom Schüler verlegt worden sein, muss er dies dem Fachlehrer in der vorgegebenen Frist anzeigen und als Ersatz ein Formblatt mit dem jeweiligen Leistungsnachweis unterschrieben zurückgeben. Erfolgt die Rückgabe der Klausur / des Formblattes nicht rechtzeitig, kann der Fachlehrer die Erteilung der Semesternote verweigern! Damit wäre der Nachweis über die Belegungspflicht für die Abiturzulassung nicht mehr gegeben!

  • Bei Klausuren sowie in der schriftlichen Abiturprüfung sind alle Mobiltelefone und sonstigen internetfähigen Geräte auszuschalten und für die Lehrperson sichtbar abzulegen. Eine widerrechtliche Nutzung wird als Täuschungsversuch gewertet. Gleiches gilt für nachhaltige Störungen des Prüfungsablaufs sowie den Gebrauch weiterer nicht aufgeführter Hilfsmittel. (Schulgesetz § 67)

  • Im Sportunterricht erfolgt bei vergessenem Sportzeug i. d. R. keine aktive Teilnahme am Unterricht. Fällt in diese Stunde eine vorher angekündigte Leistungskontrolle, so wird diese mit der Note 6 bzw. 0 Punkten bewertet. Hier entscheidet der Sportlehrer in Abhängigkeit des jeweiligen Aufwandes/Möglichkeit, ob im nächsten Unterricht die Leistung nachträglich erbracht werden kann. Diese wird als zusätzliche Note eingebracht.

  • Rücktritt - Auf Antrag des Schülers (bzw. seiner Erziehungsberechtigten bei minderjährigen Schülern) oder wenn die Zeugnisnoten am Ende eines Kurshalbjahres das Bestehen des Abiturs ausschließen, kann bzw. muss in den folgenden Jahrgang zurückgetreten werden. Einem freiwilligen Rücktritt kann z. B. aufgrund längerer Krankheit oder aufgrund von Noten, die ein Bestehen der Abiturprüfung nicht erwarten lassen, von der Jahrgangskonferenz zugestimmt werden. In der Oberstufe kann einmal zurückgetreten werden und die Abiturprüfung einmal wiederholt werden. Insgesamt ergibt sich eine maximale Verweildauer von 4 Jahren.

  • Die Abiturprüfung am Ende der Qualifikationsphase besteht aus zwei unabhängig voneinander bewerteten Teilen, Block I und Block II.
    • Block I dient sowohl als Zulassung zur Abiturprüfung als auch zur Berechnung des ersten Teils der Gesamtnote. Er setzt sich zusammen aus den 8 Semesternoten der beiden auf erhöhtem Niveau geprüften Hauptfächer (doppelt gewertet) sowie 28 weiteren, einfach gewerteten, Kursen (die 3 weiteren Prüfungsfächer müssen enthalten sein). Hierbei müssen insgesamt mindestens 200 Punkte sowie mindestens 29 Kurse mit mindestens 5 Punkten in einfacher Wertung erreicht werden. Halbjahresleistungen, die mit null Punkten bewertet wurden, können weder auf die Beleg- noch auf die Einbringungspflicht angerechnet werden.
    • Block II setzt sich zusammen aus den Ergebnissen der 5 Prüfungsfächer in 4-facher Bewertung. Dabei müssen mindesten 100 Punkte erreicht werden. Mindestens 3 Fächer müssen mindestens 20 Punkte erreichen, von diesen muss eines ein Hauptfach auf erhöhtem Niveau sein.
    • Ein Erfüllen der Bedingungen des Blocks I bedeutet noch nicht das Bestehen des Abiturs, darüber entscheidet einzig das Erfüllen der Bedingungen des Blocks II.
  • Die Schüler sind verpflichtet, obligatorische Veranstaltungen, insbesondere bezüglich des Ablaufes des Abiturs, zu besuchen und diverse angeforderte Nachweise termingerecht zu erbringen. Hierzu sind die verbindlichen Informationen im Schaukasten Sek. II ersichtlich.

  • Eine Unterrichtung der Eltern volljähriger Schüler erfolgt entsprechend §§ 55 und 55a Schulgesetz.

Grundlage vorliegender Regelungen sind das Schulgesetz in der Fassung der Bekanntmachung vom 10. September 2010, letzte berücksichtigte Änderung: Gesetz vom 13. Dezember 2012; der Schulpflichtverordnung (SchPflVO M-V, vom 23. Dezember 1996) sowie der Abiturprüfungsverordnung in der Fassung vom 8. August 2014.

(1) Wenn im folgenden Text von Schülern gesprochen wird, sind in jedem Fall stets Schülerinnen und Schüler gemeint. Gleiches gilt sinngemäß auch für Lehrerinnen und Lehrer sowie Tutorinnen und Tutoren.

 Stand: 06.11.2018 (Hr)

 
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